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Ratgeber

Sextoy als Geschenk für den Partner: Was man kaufen kann (und was nicht)

15. Februar 2024 · 5 min read

Ein Sextoy als Geschenk für den Partner ist eine Idee, die je nach Ausführung sehr gut oder sehr schlecht ankommen kann. Der Unterschied liegt nicht im Produkt, sondern in der Kommunikation davor und in der Frage, ob das Geschenk für den Partner gedacht ist — oder für dich.

Die grundlegende Regel: Für wen ist das Geschenk?

Ein Sextoy, das du für deinen Partner kaufst, weil du es dir wünschst, ist kein Geschenk für den Partner. Es ist ein Geschenk für dich. Das klingt streng, aber es ist eine wichtige Unterscheidung.

Gute Partnergeschenke in dieser Kategorie: ein Toy, das der Partner sich ausdrücklich gewünscht hat oder über das er/sie Neugier geäußert hat. Ein Toy, das euch beide gleichzeitig stimuliert. Ein Toy, das auf die bekannten Vorlieben des Partners ausgerichtet ist.

Schlechte Partnergeschenke: ein Toy, dessen Größe oder Funktion impliziert, dass der Partner selbst nicht ausreicht. Ein Toy für eine Aktivität, die der Partner ablehnt oder noch nie angesprochen hat. Ein Toy, das du selbst nutzen willst.

Gespräch vorher oder Überraschung?

Fast immer: Gespräch vorher.

Eine Ausnahme: wenn ihr bereits offen über Sextoys kommuniziert und der Partner aktiv Interesse an einer bestimmten Kategorie geäußert hat, kann das Toy als Überraschungsgeschenk in der besprochenen Kategorie gut ankommen.

Ohne vorheriges Gespräch ist ein Sextoy als Überraschung riskant — unabhängig von der Qualität des Produkts. Die Überraschung kann als Druck oder als Kritik empfunden werden, auch wenn das nicht die Absicht war.

Was gut als Geschenk funktioniert

Paarvibratoren (We-Vibe, Satisfyer): Toys, die während des gemeinsamen Sexes von beiden erlebt werden, heben die „für wen ist das" Frage auf. Das Geschenk ist für beide.

Hochwertige Gleitmittel: Klingt unromantisch, kommt aber selten falsch an. Kein Versagen beim Empfänger impliziert, leicht zu verwenden, und öffnet das Thema Verbesserung neutral.

Ein Toy, das der Partner explizit erwähnt hat: Die sicherste Kategorie. Zuhören und notieren ist die beste Grundlage für Geschenke in diesem Bereich.

Klitoris-Toys (Satisfyer, Womanizer) für einen Partner, der sich solche selbst kaufen würde: Wenn du weißt, dass dein Partner diese Kategorie bereits kennt und schätzt, ist ein hochwertiges Gerät ein klarer Mehrwert.

Was vermieden werden sollte

Überraschungs-Anal-Toys: Ohne vorherige Absprache ist das sehr riskant — es impliziert eine Aktivität, die der Empfänger vielleicht nicht möchte.

Toys mit sehr spezifischen Körpermaß-Anforderungen (Cock Rings, Penispumpen, enganliegende Toys) für den Partner, ohne seine Maße zu kennen: Der praktische Aspekt des falschen Fitts ist das kleinere Problem; die Implizierung, über seinen Körper zu urteilen, ist das größere.

Toys, die deutlich zeigen, dass du sie ausgesucht hast weil du sie möchtest: Das ist transparent und wird meistens transparent gespürt.

Verpackung und Überreichen

Diskrete Verpackung durch den Händler (neutraler Karton) schützt bei der Lieferung. Für die eigentliche Übergabe: ein ruhiger, privater Moment ohne Zeitdruck. Kein Geburtstagstisch vor der Familie.

Wenn du das Gespräch vorher geführt hast, ist das Überreichen entspannt. Wenn es eine Überraschung ist, plane Zeit für eine ehrliche Reaktion ein — und akzeptiere sie.

Siehe auch: Sextoys als Geschenk Guide, Sextoy Partner einführen, Sexspielzeug für Paare und We-Vibe vs Lovense.

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